Schlagwort: EZB

Ist die Finanzkrise überwunden oder stecken wir noch mittendrin?

Die Finanzkrise feiert einen runden Geburtstag. Vor 10 Jahren war es, als im Sommer 2007 hierzulande mit Bekanntwerden der Schieflage der IKB die Finanzkrise eingeläutet wurde.
Man wusste damals zwar noch nicht, was da alles kommen würde, aber die Schwierigkeiten des vermeintlich soliden Mittelstands-Finanziers waren die Schatten, welche die 2008 um sich greifende Finanzkrise voraus warf.
Beschleunigt durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers verbreitete sich dann die Krise in Windeseile und ließ in Deutschland die WestLB sowie die Hypo Real Estate verschwinden.
Die damals ebenso insolvente Commerzbank wurde vom Staat gerettet und anderen notleidenden deutschen Banken half der neugegründete Banken-Rettungsfonds SoFFin.
2008 war das Schuldgeld-System beinahe am Ende
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Negative Zinsen sind nur durchsetzbar, wenn es kein Bargeld mehr gibt

Wenn die Zentralbanken den Weg negativer Zinsen weiter gehen, muss es zwangsläufig ein Bargeldverbot geben. Denn wer gibt denn sein Geld einer Bank, wenn er dafür auch noch Strafzinsen zahlen soll? Kein vernünftiger Mensch.
Ohne Bargeld werden wir zu Geiseln der Banken. Bei einer weitgehenden Abschaffung des Bargelds kann die Reorganisation des bankrotten Geldsystems viel leichter erfolgen. Außerdem sind natürlich die Anbieter von Plastikgeld (Karten) daran interessiert, an jeder Transaktion mitzuverdienen. Und die Datenkraken, für die wir dann völlig gläsern werden. Die politischen Kontrollmöglichkeiten sind enorm. Sie können unliebsame Personen fast perfekt überwachen und ihnen im Zweifelsfall einfach den Saft abdrehen.
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19.10.2017: Lebensversicherung „Supersubstanzkraft“ (Focus Money 43/2017)

https://swm24.files.wordpress.com/2017/10/supersubstanzkraft_43-2017.pdf

Lassen Sie sich von dem optimistischen Titel nicht täuschen. Lesen Sie aufmerksam und Sie stellen fest, dass bei den wenigsten Versicherern eitel Sonnenschein herrscht.

Der Euro wird erheblich an Kaufkraft verlieren

Vor etwa fünf Jahren überraschte EZB-Präsident Draghi die Öffentlichkeit mit seinen berühmt gewor- denen Worten: „whatever it takes“. Am 26. Juli 2012 versprach er auf einer Investorenkonferenz in London, die EZB werde „alles Notwendige tun“ um den Euro zu erhalten. Er fügte noch hinzu: „Und glauben Sie mir, es wird genug sein“.

Damals herrschte große Nervosität an den Finanzmärkten. Es wurde über ein Ausscheiden einzelner Staaten aus der Währungsunion spekuliert. Die Kurse der Staatsanleihen aller Südländer verfielen und demzufolge kletterten die Zinssätze auf kritische Höhen. Von vielen Analysten wurde eine Ansteckungsgefahr unter den Krisenländern befürchtet. Der 750-Milliarden-Rettungsfonds ESM wäre mit dem Finanzkollaps Italiens überfordert gewesen. Die ganze Euro-Rettungskonstruktion stand 2012 auf der Kippe.
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Droht in zwei bis drei Jahren das Euro-Aus?

Vor einiger Zeit überraschte EZB-Chef Draghi mit einem Brief an zwei italienische EU-Abgeordnete. Er wies darauf hin, dass ein Staat, der aus der Eurozone ausscheiden wolle, vorher seine gesamte Target-Schuld zu begleichen habe. Dieses Schreiben überraschte, weil Draghi zum ersten Mal einen möglichen Austritt eines Euromitglieds offen thematisierte. Bis vor kurzem galt dies noch als undenkbar, denn in den letzten Jahren ließ er kaum eine Gelegenheit aus, die Gemeinschaftswährung als „unumkehrbar“ zu bezeichnen.
Offensichtlich befürchtet Draghi, Italien könnte die Eurozone verlassen. Sowohl er als auch viele andere EU-Fans nehmen gerade zur Kenntnis, dass es kaum noch eine Möglichkeit gibt, das Ende der EU und somit auch das Ende des gescheiterten Euro-Projekts zu verhindern.
Wenn man die heutige Situation der Eurozone analysiert, muss man davon ausgehen, dass Italien in etwa zwei bis drei Jahren seinen Austritt aus der EU und dem Euro erklären wird. Alles andere wäre ein Wunder! Und wenn Italien beide Organisationen verlassen wird, werden diese zerfallen. Continue reading „Droht in zwei bis drei Jahren das Euro-Aus?“

Wie und warum Großbanken den Silberpreis manipulieren

Die Zentralbanken arbeiten weiterhin weltweit an der Entwertung der Währungen, die Verschuldung und die Ausgaben vieler Staaten sind hoffnungslos außer Kontrolle geraten und das Finanzsystem ist instabiler als je zuvor. Zigtausende faule Kredite schlummern in Bankbilanzen in der Eurozone; hätte man den Zins de facto nicht abgeschafft, wäre das System schon längst zusammengebrochen, weil allzu viele Schuldner bei normalen Zinssätzen ihren Kapitaldienst nicht mehr erbringen könnten.

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