Kryptowährungen / Krypto-Währungen

Bei Krypto-Währungen handelt es sich um verschlüsselte und dezentral gespeicherte Datenprotokolle.
Sie werden ohne Einflussnahme einer staatlichen Zentralbank produziert und zwischen Zahlungssender und -empfänger übermittelt. Die „Geldschöpfung“ erfolgt durch komplizierte Rechenprozesse vieler Computer. Das Berechnen neuer Bitcoins, die in diesem Jahr geschaffen werden, benötigt mehr Strom, als Staaten wie Kroatien oder Zypern pro Jahr verbrauchen. Es bahnt sich hier offensichtlich der nächste große Irrsinn an.
Die bekannteste Krypto-Währung mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 71 Milliarden Dollar ist der Bitcoin. Im Jahr 2010 war der Preis für einen Bitcoin 0,08 Dollar. Im Dezember 2011 hatte er etwa 3,75 Dollar gekostet. Unter großen Schwankungen stieg der Preis auf ein aktuelles Niveau von 4.340 Dollar. Allein im August 2017 ist der Preis um rund 70 Prozent gestiegen.
Wer in 2010 einhundert Euro eingesetzt hätte, konnte sich damals rund 1.700 Bitcoins kaufen. Diese haben heute einen Wert von über 6 Millionen Euro. So ist es kein Wunder, dass die Gier nach Krypto-Währungen zunimmt und dass diese wie Pilze aus dem Boden schießen. Mittlerweile gibt es schon über eintausend verschiedene.
Von den mehr als tausend Krypto-Währungen werden sich 99 Prozent als Eintagsfliegen erweisen
und auch ohne staatliche Verbote in ein paar Jahren nicht mehr existieren, weil sie im alltäglichen
Wirtschaftsleben vermutlich nicht zum Einsatz kommen werden.

Der Bitcoin - das neue Gold?
Der Bitcoin – das neue Gold?

Bitcoin ist die bekannteste Krypto-Währung und hat auch die größte Marktkapitalisierung. Aus diesem Grund hätte Bitcoin gegenüber den anderen Krypto-Währungen etwas bessere Chancen, sich durchzusetzen. Aber wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, heißt das heutzutage bei der schnellen Entwicklung nicht viel. Die ersten Suchmaschinen-Marktführer kennt heute kaum noch jemand. Google kam erst später und hat sie alle überholt. Ein ähnliches Schicksal könnte auch den Bitcoin-Haltern blühen.
Einige Staaten haben schon Regulierungs- und Besteuerungsvorschriften erlassen, um die Attraktivität der Krypto-Währungen gegenüber dem staatsmonopolistischen „Fiat-Geld“ abzuschwächen.
Beispielsweise ist in Deutschland der Verkauf des Bitcoins, steuerrechtlich ein Veräußerungsgeschäft. Wenn Sie vor ein paar Monaten den Bitcoin für 1.000 Euro erworben haben und jetzt für 3.600 Euro verkaufen, beträgt der zu versteuernde Gewinn 2.600 Euro. Ein zu versteuernder Veräußerungsgewinn fällt natürlich auch jedes Mal an, wenn Sie mit Bitcoin etwas kaufen. Wer Bitcoins zum Bezahlen einsetzt, muss also sehr genau Buch führen, sonst bekommt er Ärger mit dem Finanzamt.
Diejenigen, die behaupten Krypto-Währungen wären anonyme Zahlungsmittel, haben das deutsche Steuerrecht vergessen. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Quelle: SWM AG

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s