Inflation / Teuerung

Bei der Berechnung der Teuerungsrate sind die Staaten sehr kreativ und haben viele Berechnungsmöglichkeiten um ihr Wunschergebnis veröffentlichen zu können: Die Produktzusammensetzung im statistischen Warenkorb kann jederzeit nach Belieben verändert werden. Wird zum Beispiel ein Produkt zu teuer, kann es durch ein anderes ersetzt werden. Werden beispielsweise bei Autos Qualitätsverbesserungen gegenüber Vorgängermodellen durchgeführt, fließen diese in die Statistik als Preisminderung ein, auch falls die Käufer mehr zahlen müssen. Beurteilen Sie selbst, wie aussagekräftig die vom Staat angegebene „Inflationsrate“ ist.

Abgrenzung Inflation – Teuerung
Ein Preisanstieg der Konsumgüter ist keine Inflation, sondern die Folge von Inflation (Geldmengenausweitung) und erhöhter Geldumlaufgeschwindigkeit. Inflation bedeutet im eigentlichen
Sinne „Das Aufblähen der Geldmenge“.

Die Euro-Geldmenge wächst viel stärker als das Güterangebot!
Die Euro-Geldmenge wächst viel stärker als das Güterangebot!

Wie im nebenstehenden Chart ersichtlich, ist in den letzten 20 Jahren im Euroraum die Geldmenge weitaus stärker gestiegen, als die wirtschaftliche Leistung. In der Geldtheorie gibt es die Faustformel, dass Geldmengenwachstum minus Wirtschaftswachstum die wahre Zahl für die Inflationierung einer Volkswirtschaft angibt. Die Differenz zwischen beiden Kurven kann man als tatsächliche Inflation bezeichnen.
Da in den letzten 20 Jahren viel mehr Geld gedruckt als Güter produziert wurden, sind die heutigen Preise weitaus höher als vor 20 Jahren.
Die Teuerung ist eine zwangsläufige Folge der übermäßigen Geldmengenausweitung. Das fortgesetzte Ansteigen der Preise ist nur das Symptom einer Ursache. Die Ursache ist das permanente übermäßige Gelddrucken. Weder die Inflation (Geldmengenausweitung) noch die Teuerung ist ein Unfall, sondern von Notenbanken geplant und von Regierungen gewollt.

Tatsächliche Inflation
In der Eurozone wuchs die Geldmenge M3 in den letzten vier Jahrzehnten im Durchschnitt um 8,5 Prozent pro Jahr. Das jährliche Wirtschaftswachstum lag deutlich darunter. In Deutschland erreichte es in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt gerade einmal 1,26 Prozent. Die Differenz von über 7 Prozent pro Jahr kann als tatsächliche Inflationsrate interpretiert werden (entspricht dem Bereich zwischen beiden obigen Linien).
Dieses Ergebnis ist also weitaus höher, als die uns vom Staat gelieferte offizielle „Inflationsrate“.