Kategorie: Fiat-Geld

Ist die Finanzkrise überwunden oder stecken wir noch mittendrin?

Die Finanzkrise feiert einen runden Geburtstag. Vor 10 Jahren war es, als im Sommer 2007 hierzulande mit Bekanntwerden der Schieflage der IKB die Finanzkrise eingeläutet wurde.
Man wusste damals zwar noch nicht, was da alles kommen würde, aber die Schwierigkeiten des vermeintlich soliden Mittelstands-Finanziers waren die Schatten, welche die 2008 um sich greifende Finanzkrise voraus warf.
Beschleunigt durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers verbreitete sich dann die Krise in Windeseile und ließ in Deutschland die WestLB sowie die Hypo Real Estate verschwinden.
Die damals ebenso insolvente Commerzbank wurde vom Staat gerettet und anderen notleidenden deutschen Banken half der neugegründete Banken-Rettungsfonds SoFFin.
2008 war das Schuldgeld-System beinahe am Ende
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Der Euro wird erheblich an Kaufkraft verlieren

Vor etwa fünf Jahren überraschte EZB-Präsident Draghi die Öffentlichkeit mit seinen berühmt gewor- denen Worten: „whatever it takes“. Am 26. Juli 2012 versprach er auf einer Investorenkonferenz in London, die EZB werde „alles Notwendige tun“ um den Euro zu erhalten. Er fügte noch hinzu: „Und glauben Sie mir, es wird genug sein“.

Damals herrschte große Nervosität an den Finanzmärkten. Es wurde über ein Ausscheiden einzelner Staaten aus der Währungsunion spekuliert. Die Kurse der Staatsanleihen aller Südländer verfielen und demzufolge kletterten die Zinssätze auf kritische Höhen. Von vielen Analysten wurde eine Ansteckungsgefahr unter den Krisenländern befürchtet. Der 750-Milliarden-Rettungsfonds ESM wäre mit dem Finanzkollaps Italiens überfordert gewesen. Die ganze Euro-Rettungskonstruktion stand 2012 auf der Kippe.
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Droht in zwei bis drei Jahren das Euro-Aus?

Vor einiger Zeit überraschte EZB-Chef Draghi mit einem Brief an zwei italienische EU-Abgeordnete. Er wies darauf hin, dass ein Staat, der aus der Eurozone ausscheiden wolle, vorher seine gesamte Target-Schuld zu begleichen habe. Dieses Schreiben überraschte, weil Draghi zum ersten Mal einen möglichen Austritt eines Euromitglieds offen thematisierte. Bis vor kurzem galt dies noch als undenkbar, denn in den letzten Jahren ließ er kaum eine Gelegenheit aus, die Gemeinschaftswährung als „unumkehrbar“ zu bezeichnen.
Offensichtlich befürchtet Draghi, Italien könnte die Eurozone verlassen. Sowohl er als auch viele andere EU-Fans nehmen gerade zur Kenntnis, dass es kaum noch eine Möglichkeit gibt, das Ende der EU und somit auch das Ende des gescheiterten Euro-Projekts zu verhindern.
Wenn man die heutige Situation der Eurozone analysiert, muss man davon ausgehen, dass Italien in etwa zwei bis drei Jahren seinen Austritt aus der EU und dem Euro erklären wird. Alles andere wäre ein Wunder! Und wenn Italien beide Organisationen verlassen wird, werden diese zerfallen. Continue reading „Droht in zwei bis drei Jahren das Euro-Aus?“

Permanenter Kaufkraftverlust des Papiergelds

Der Kaufkraftverlust beträgt circa 77 % gegenüber Gold in den letzten 17,5 Jahren (1 Feinunze Gold in US-Dollar)!

Permanenter Kaufkraftverlust
Permanenter Kaufkraftverlust

Der Goldpreis hat sich seit 01.01.2000 mehr als vervierfacht. Kurs am 31.12.1999: 287,50 USD. Der Anstieg von 287,50 USD auf 1.225 USD* innerhalb von 17,5 Jahren entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wertsteigerung von 8,63 %.
Vor 17,5 Jahren bekam man für 1.225 Dollar noch 4,26 Unzen Gold. Im Juli 2017 erhält man für den gleichen Betrag nur noch 1 Unze Gold. Das entspricht einem Kaufkraftverlust des Papiergelds gegenüber Gold von rund 77 Prozent innerhalb von nur 17,5 Jahren!!!

*)Stand Jahresmitte 2017; inzwischen ist der Goldpreis deutlich gestiegen

Auf der Suche nach besserem Geld

Die Finanzkrise wurde ab 2008 für jedermann offenbar. Auf der Suche nach einer sicheren Währung tauschten viele Menschen ihr Geld in Gold und Silber, denn das sind die seit Jahrtausenden bewährtesten Währungen der Welt, die jede Krise erfolgreich überstanden haben.

Auf der Suche nach besserem Geld, entwickelten zudem Software-Spezialisten in den letzten Jahren sogenannte kryptische Währungen bzw. Kryptowährungen. Diese erfuhren zum Erstaunen vieler (unbeteiligter) Beobachter in den letzten Jahren extreme Wertsteigerungen.

Der Bitcoin - das bessere Geld?
Der Bitcoin – das bessere Geld?

Die bekannteste Kryptowährung mit einer aktuellen Marktkapitalisierung von 71 Milliarden Dollar ist der Bitcoin. Im Jahr 2010 war der Preis für einen Bitcoin 0,08 Dollar. Im Dezember 2011 hatte er etwa 3,75 Dollar gekostet. Unter großen Schwankungen stieg der Preis auf ein Niveau von ca. 4.700 Dollar (Stand 01.09.2017). Allein im August 2017 ist der Preis um rund 70 Prozent gestiegen!

Wer in 2010 einhundert Euro eingesetzt hätte, konnte sich damals rund 1.700 Bitcoins kaufen. Diese haben heute einen Wert von über 6 Millionen Euro! So ist es kein Wunder, dass die Gier nach Kryptowährungen zunimmt und dass diese wie Pilze aus dem Boden schießen. Mittlerweile gibt es schon über eintausend verschiedene. Die bekanntesten sind derzeit Bitcoin, Ethereum, Ripple und Litecoin.

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