Negative Zinsen sind nur durchsetzbar, wenn es kein Bargeld mehr gibt

Wenn die Zentralbanken den Weg negativer Zinsen weiter gehen, muss es zwangsläufig ein Bargeldverbot geben. Denn wer gibt denn sein Geld einer Bank, wenn er dafür auch noch Strafzinsen zahlen soll? Kein vernünftiger Mensch.
Ohne Bargeld werden wir zu Geiseln der Banken. Bei einer weitgehenden Abschaffung des Bargelds kann die Reorganisation des bankrotten Geldsystems viel leichter erfolgen. Außerdem sind natürlich die Anbieter von Plastikgeld (Karten) daran interessiert, an jeder Transaktion mitzuverdienen. Und die Datenkraken, für die wir dann völlig gläsern werden. Die politischen Kontrollmöglichkeiten sind enorm. Sie können unliebsame Personen fast perfekt überwachen und ihnen im Zweifelsfall einfach den Saft abdrehen.

Banknoten und Münzen sind bisher das einzig gesetzliche Zahlungsmittel! „Geld“ auf dem Bankkonto ist kein gesetzliches Zahlungsmittel – es wird nur von jedermann zur Schuldbegleichung akzeptiert! Wer Bargeld auf sein Bankkonto einzahlt, tauscht gesetzliches Zahlungsmittel in eine Forderung gegen ein Privatunternehmen (Bank) ein.
Mit dem Kontoguthaben haben wir eine Forderung an die Bank auf Herausgabe von Bargeld. Sollte dieses abgeschafft werden, gäbe es kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr, außer die Politik erklärt Forderun- gen gegen Banken zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Ohne Bargeld müssen Banken auch keinen Bank Run mehr fürchten. Wen wundert es, dass sich Banken eine Bargeldabschaffung sehnlichst wünschen?

Der innere Zirkel der Anti-Bargeld-Connection
„Es ist eine konzertierte Aktion“, ein „seit der Finanzkrise vorangetriebenes Projekt der mächtigsten Geldpolitiker der Welt“, recherchierte der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring, der seine Erkenntnisse in einem Buch über über die Anti-Bargeld-Mafia veröffentlichte. „Alle Bestrebungen fallen mit der Finanzkrise zusammen und nicht mit Terrorereignissen und Steuerhinterziehung“, fand Häring heraus. Die Initiatoren seien keine Kriminalitätsbekämpfer, sondern ausnahmslos Finanzmanager. Neben dem als Hüter des Euro leise auftretenden Draghi sind die prominentesten und lautesten Wortführer der Kampagne der ehemalige Chefökonom der Weltbank und Ex-Finanzminister Larry Summers sowie der Harvard-Professor und ehemalige Chefvolkswirt des IWF, Ken Rogoff.

Es laufen offensichtlich viele Fäden hinter den Kulissen in einem exklusiven Club zusammen: Draghi, Summers und Rogoff sind langjährige Mitglieder der sogenannten „Group of Thirty“, eine Gruppe von hochkarätigen Bankmanagern aus den größten internationalen Banken und Hedgefonds, die sich hinter verschlossenen Türen mit den wichtigsten Zentralbankern treffen. Ein kurzes Video gibt Ihnen Einblick in das Goldman-Sachs-Netzwerk, bei dem auch die Group of Thirty eine wichtige Rolle spielt: Bitte klicken Sie hier!

Ein Treffen der Schweizerischen Notenbank im Juni 2015 in London lieferte für Häring den Beweis, dass es eine konzertierte Aktion gegen das Bargeld gibt. Bei der Veranstaltung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, sprach auch der ehemalige IWF-Chefvolkswirt Ken Rogoff. Vor dem ausgewähltem Publikum breitete er seine Thesen für die Abschaffung des Bargelds aus. In den letzten Jahren haben sich viele Politiker, Professoren und Journalisten für dieses Vorhaben instrumentalisieren lassen.

“Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, dass das System ihren Interessen feindlich ist.”
Gebrüder Rothschild

Wieder zurück zum Negativ-Zins:
Trotz der mittlerweile in den USA steigenden Zinsen notieren weltweit beträchtliche Summen an Staatsanleihen im negativen Bereich. Auch bei deutschen Staatsanleihen kam und kommt das vor. Es ist für normal denkende Menschen eine absurde Vorstellung: Nicht mehr der Schuldner zahlt den Zins, sondern derjenige, der sein Geld verleiht.

Nullzins oder Negativzinsen sind ein höchst riskantes Experiment, das noch nie zuvor in der Geschichte versucht wurde. Darüber hinaus sind negative Zinsen ordnungspolitisch die extremste Form von Preis-Manipulation. Der Zinssatz ist normalerweise der Preis für das Risiko. Bei den heutigen Extremverschuldungen müsste der Zinssatz in vielen Fällen eher im Bereich von 20 bis 30 Prozent liegen, um das Ausfallrisiko angemessen zu bewerten. Fast alle Staatsanleihen haben mittlerweile die Qualität eines Junk-Bonds.

EZB-Politik hat bisher versagt!
Obwohl die Leitzinsen bereits in vielen Ländern bei Null stehen und obwohl die EZB die Märkte monatlich mit zusätzlich mehr als 60 Milliarden Euro flutet, konnte in den letzten Jahren kein bedeutendes Wirtschaftswachstum initiiert werden. Statt dessen wurden neue Blasen gezüchtet und das auf Basis sowieso schon viel zu hoher Verschuldungsniveaus.

EZB bekämpft hohe Schulden mit noch mehr Schulden!
Es genügt der gesunde Menschenverstand, um erkennen zu können, dass Schulden nicht dauerhaft mit weiteren Schulden bekämpft werden können. Weitere Fehlallokationen werden die Folge sein. Fehlinvestionen führen nicht zu Wachstum, sie kosten Wachstum. Die Geldmengenausweitung der EZB erreicht vermutlich das Gegenteil von dem, was sie bewirken soll.

(Deutlich) Höhere Zinsen würden das Kartenhaus zum Einsturz bringen
Das Ziel der Notenbanken ist es, Inflation und Wachstum zu erzeugen. Beginnen Notenbanken die Normalisierung der Geldpolitik in einem Umfeld, in dem an allen Ecken und Enden Preisblasen existieren, dann bringen Zinserhöhungen das Kartenhaus zum Einsturz.
Die ernüchternde Lehre für die Fed ist, dass z.B. die erste winzige Zinserhöhung im Dezember 2015 ausgereicht hat, um ein (zeitlich begrenztes) Chaos an den Märkten auszulösen. Wenn die globalen Finanzmärkte gesund wären, dann würden Zinserhöhungen nichts ausmachen. Doch diese Finanzmärkte wurden süchtig gemacht – nach billigem Geld. So erhöht man, wenn überhaupt, die Zinsen äußerst behutsam und bei weitem nicht im angekündigten Umfang.

Bei der Extremverschuldung von rund 217 Billionen Dollar, die wir insgesamt auf dieser Welt haben (Stand 04/2017, vgl. hier), wäre eine signifikante Zinserhöhung vermutlich nicht verkraftbar, ohne große Pleiten auszulösen. Eine große Insolvenz führt wiederum zu einem Dominoeffekt, denn wenn ein Marktteilnehmer bankrott ist, verlieren natürlich auch dessen Geldgeber ihre Forderungen. Deshalb sind heutzutage Zinserhöhungen mit riesigen Gefahren verbunden.
Was bleibt? Den Zusammenbruch des Weltschuldenturms kann man nur durch noch tiefere, also negative Zinsen vermeiden. Vermutlich wird das dazu führen, dass das viele neue Geld in Sachwerte, wie Edelmetalle fließen wird. Wer lässt denn sein Geld noch auf dem Bankkonto, wenn es durch Strafzinsen ständig reduziert würde?
Edelmetalle zu haben, wird wichtiger denn je. Es scheint, dass die Preistiefs hinter uns liegen. Eine kräftige Wertsteigerung, gemessen in Schuldgeld, sollte die logische Folge sein.

Damit sich Anleger vor den Risiken der weltweit ausufernden Verschuldung und ihrer Folgen (Inflation, Kaufkraftverlust und Währungsreform) schützen können, hat die SWM AG das Produkt „Strategic Eternal Value“ entwickelt.
Sehen Sie sich bitte auch die Video-Serie „Der große Goldbetrug/Systematischer Goldbetrug“ (4 Teile) an.

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