Der IWF bezeichnet die Deutsche Bank als das größte Risiko

Im Falle einer neuen Finanzkrise stellt die Deutsche Bank nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die größte Gefahr für den Bankensektor dar:
„Unter den global tätigen Banken mit systemischer Bedeutung scheint die Deutsche Bank am stärksten zu systemischen Risiken beizutragen“, heißt es in einer Einschätzung des IWF (PDF). Gefolgt werde die Bank von der britischen HSBC und der schweizerischen Credit Suisse.

Alle Großbanken sind heutzutage miteinander verflochten. Sie unter- halten enge Geschäftsbeziehungen.
Alle Großbanken sind heutzutage miteinander verflochten. Sie unter- halten enge Geschäftsbeziehungen.

Alle Großbanken sind heutzutage miteinander verflochten. Sie unterhalten enge Geschäftsbeziehungen.
Sollte ein großes Institut ausfallen, erleiden nahezu alle anderen Banken Verluste und das würde einen Domino-Effekt auslösen. Eine neue Weltfinanzkrise wäre die Folge. Wie so eine Kettenreaktion abläuft, konnten wir schon vor acht Jahren bei Lehman beobachten. Lehman Brothers war damals aber bedeutend kleiner, als die Deutsche Bank heute ist.

„too big to fail“
Wenn es in Deutschland und für das Weltfinanzsystem so etwas wie „too big to fail“ gibt, dann wohl die Deutsche Bank. Als systemrelevant oder „too big to fail“ („zu groß, um zu scheitern“) werden Unternehmen bezeichnet, die eine derart bedeutende wirtschaftliche Stellung haben, dass ihre Insolvenz nicht hingenommen werden kann. Droht diese dennoch, wird sie in der Regel mit öffentlichen Mitteln (sog. Bail-outs) abgewendet.

Die nachfolgende Grafik zeigt, dass die Deutsche Bank ihre Bilanz seit 2008 etwas verkleinert hat, aber mit einer Bilanzsumme von 1,8 Billionen Euro ist sie noch immer ein echtes Schwergewicht. Eine solche Bank rettet man nicht mit 5 Mrd. Euro. Besorgniserregend sind in der Grafik auch die Bilanzsummen der vier chinesischen Banken. Diese sind so rasch so hoch in den Himmel gewachsen, dass hier vermutlich deutlich höhere Risiken als bei der Deutschen Bank schlummern.
Die internationale Verflechtung mag bei ihnen derzeit noch weniger stark ausgeprägt sein, doch wenn Chinas Banken wanken, wird es ebenso kritisch.

Die Bilanzsummen großer Banken im Vergleich der Jahre 2008 mit 2016
Die Bilanzsummen großer Banken im Vergleich der Jahre 2008 mit 2016

Konsequenzen für die Geld-Anlage
Vor dem Hintergrund eines nahezu bankrotten europäischen Bankensektors bietet es sich für Anleger an, beispielsweise Gold und Silber anstelle von Geldwertanlagen wie Anleihen, Tagesgelder, Sparguthaben, Geldmarktfonds, Mischfonds, Lebensversicherungen oder Riester-Verträge zu halten. Das gilt umso mehr in Zeiten, in denen es keinen Zins mehr auf Bankguthaben gibt. Physische Edelmetalle unterliegen – anders als die mittlerweile unverzinslichen Geldwertanlagen – keinem Ausfallrisiko. Gold und Silber kennen kein Gläubiger/Schuldner-Verhältnis und sind „wahres Geld“.

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